Masterplan Deutschland. Mit dem Prinzip Einfachheit zurück zum Erfolg
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Echte Reformen – oder Staatsbankrott!!
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Rezension bezieht sich auf: Masterplan Deutschland. Mit dem Prinzip Einfachheit zurück zum Erfolg (Taschenbuch) Mit Ulrich van Suntum meldet sich ein weiterer renommierter Ökonom in der Reformdiskussion zu Wort und hat dabei auch keine Angst bestehende Tabus zu brechen! In dem kleinen Taschenbuch werden kurz und bündig echte Reformen skizziert, alle durchgreifend marktwirtschaftlich und von bestechender Einfachheit!

Fast alle bisherigen Reformen verdienen diesen Namen nicht. Sie wurden zwar mit viel Trara angekündigt, aber halbherzig und oft gravierend fehlerhaft umgesetzt und sind damit untauglich oder gar schädlich. Die vielfach von Reformgegnern schon als gescheitert hingestellten neoliberalen Reformen haben bei uns also noch überhaupt nicht stattgefunden!

Der Autor scheut sich auch gar nicht mehr die Konsequenzen zu nennen, wenn in unserem völlig überzogenen Wohlfahrtsstaat nicht endlich rigoros gegengesteuert wird, nämlich den unweigerlichen Weg in den Saatsbankrott!

Die großen Koalition, die die einmalige Möglichkeit hätte diese Reformen in unserem entarteten Föderalismus durchzusetzen, ruft van Suntum zu einer “großen Koalition der Vernunft“ auf. Im Moment sind die Zeichen dafür aber für mich noch nicht zu erkennen. Vielmehr hat man den Eindruck das die öffentliche Meinung in Deutschland noch viel zu sehr unter dem Einfluß dessen steht, was der Autor als “Christiansen Economics“ bezeichnet.

Diese Talkshow-Ökonomie stützt sich auf eine fragwürdige nachfragetheoretische Basis und gipfelt in der schon fast als lächerlich zu bezeichnenden “Kaufkrafttheorie“. Dies ändert aber nichts daran, daß sie als recht eingängige “Ökonomie des ersten Augenscheins“ nach wie vor bei vielen Politikern und noch mehr Wählern recht verbreitet ist. Man erkennt ihre Vertreter daran, daß sie versuchen mit dem Begriff “neoliberal“ liberale Kräfte zu diskreditieren und sich selbst mit dem nichtssagenden Begriff “soziale Gerechtigkeit“ eine Art Weihe zu verleihen.

Ulrich van Suntum entlarvt diese Pseudo-Ökonomie als das was sie ist, nämlich populistisch und demagogisch und besonders schädlich für diejenigen, denen sie vorgibt am meisten zu helfen, den Arbeitnehmern! Er hält den Neoliberalimus im Sinne Ludwig Erhards dagegen, der nicht die Interessen des “Kapitals“ vertritt, sondern in Wahrheit der beste Anwalt der Arbeitnehmer ist! Da durch geschickte Begriffsumdeutung “neoliberal“ bei uns zu einem Schimpfwort geworden ist, klingt das für viele sicher zunächst sehr verblüffend, ändert aber nichts an der Tatsache!

Ein mutiges und hervorragendes Buch! Wie ein anderer Rezensent schon geschrieben hat, das Buch, das man wählen sollte, wenn man nur eins zum Thema lesen kann oder will!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. Januar 2006
Kundenrezensionen:
8. Brillant, leider aber nicht durchzusetzen
7. Rundum gelungen
6. Echte Reformen – oder Staatsbankrott!! (die aktuell angezeigte Rezension)
5. Einfach und verständlich
4. Ökonomenwahn „Masterplan“
3. Dieses Buch in die Hände der Politiker
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