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Rasender Mitläufer
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Als wir jung und schön waren (Gebundene Ausgabe) Ein rundweg ärgerliches Buch. Matthias Matussek entpuppt sich als reichlich selbstverliebter Erzähler seiner Jugend(streiche), die er retrospektiv seinem 14-jährigen Sohn erzählt. Bliebe es bei dieser persönlichen Schiene, könnte man es ja dabei belassen. Aber Matussek vergißt dabei nie die "repressive Toleranz" des deutschen Staatswesens in den wilden 68er Jahren zu loben. Er ist halt immer adabei, läßt aber auch gar nix aus (von KPD-KBW-Polit-Erweckung bis zum Erfahrungstrip nach Indien). Erkenntnisgewinn: Null. Matussek ist, wie Christian Schult- Gerstein mal über Rainald Goetz geurteilt hat: "Ein rasender Mitläufer". Und dass er Nico aka Christa Paeffgen sogar schon mal mit einem Akkordeon auf der Bühne gesehen haben will, anstelle eines Harmoniums, ist sicher kein Fehler des Lektorats, sondern da spielen ihm seine Erinnerungen einen Streich und zeigt, wie lieblos er doch seinen Gegenstand abhandelt. Um das mindeste zu sagen. Nein, braucht man nicht, wenn man sich über 1968 und die Folgen, besonders im pop-kulturellen Diskurs, informieren will. Wie gesagt: Ärgerlich.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. Februar 2009 |